Thilo Hoppe , MdB

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29. November 2006

Schoko-Laden-Kampagne in Auricher Innenstadt

Mehr als 50 exklusive und ausgefallene Sorten Bio- und transfair-Schokolade

In Zusammenarbeit mit dem Bundestagsabgeordneten Thilo Hoppe, dem Café fairSTÄRKUNG und dem Verein "Ostfriesland schmeckt nach Meer" wird es in der Zeit vom 02.12. bis Weihnachten in Aurich eine Schokoladen-Aktion mit fair gehandelter Schokolade geben. Das Café fairSTÄRKUNG in der Auricher Innenstadt (gegenüber Zoo Meyer) verwandelt sich in dieser Zeit in eine Kakao-Stube und einen Schoko-Laden der besonderen Art, in dem mehr als 50 exklusive und ausgefallene Sorten Bio- und transfair-Schokolade erworben und verköstigt werden können. Mit der Aktion soll auf mit dem trans-fair-Siegel ausgezeichnete Produkte hingewiesen werden. Das Siegel garantiert, dass diejenigen, die Kakao in Bolivien und Ghana anbauen, dafür einen Preis erhalten, der ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.

Eine begleitende Ausstellung wird angeboten und verschiedene Schokoladen-Aktionen an Auricher Schulen mit bildungspolitischem Hintergrund werden gestaltet. An den Auricher Schulen stellt Michael Wiemer, der das Schoko-Laden-Projekt in Aurich koordiniert, mit den Kindern selbst Schokolade aus Kakaobohnen her und erklärt dabei die Hintergründe zum Kakao.

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In dem Schoko-Laden im Café fairSTÄRKUNG findet man bis zum 24.12.2006 Klassiker wie Vollmilch, Nuss und Zartbitter bis hin zu so raffinierten Kreationen wie Ananas-Cashew, Chili, Weißer Mohn-Marillenbrand, Bergkäse-Walnuss-Trauben, Basilikum-Rose, Zwetsche-Speck und Hot Chicken Ensemble. Eines ist allen Kakao-, Schokoladen- und Pralinenangeboten gemeinsam: Sie sind Bio-Produkte und tragen das "fair trade"-Siegel.

Dies ist leider keine Selbstverständlichkeit. Auf vielen konventionellen Kakao-, Kaffee- und Bananenplantagen werden nur Tagelöhner beschäftigt und fast wie Sklaven gehalten. Keine Schutzkleidung gegen aggressive Spritzmittel, harte Knochenarbeit, keine Rechte und nur Hungerlöhne. Und auch den noch selbständigen Kleinbauern, die für den "normalen" Weltmarkt produzieren, geht es kaum besser. Auf die an den Börsen in Europa gemachten Preise haben sie keinen Einfluss. Von den Zwischenhändlern werden sie oft übers Ohr gehauen. Der Verfall der Rohstoffpreise in den letzten Jahrzehnten hat den Konsumenten in Europa zwar billige Schokolade beschert – Hunderttausende von Kleinbauern in Lateinamerika, Afrika und Asien aber in den Ruin getrieben.

Dass wir hier in Europa Genussmittel aus fernen Ländern genießen, ist grundsätzlich okay – aber nur dann, wenn der Handel fair abläuft und die Bauern in der so genannten Dritten Welt einen gerechten Preis für ihre harte Arbeit bekommen. Aus diesem Grunde ist bereits vor mehr als 30 Jahren mit Hilfe der evangelischen und katholischen Kirche und der Gewerkschaften die Gesellschaft für Partnerschaft mit der Dritten Welt (GEPA) gegründet worden, die sich für den fairen Handel stark macht und ohne eigene Gewinninteressen Kaffee, Tee, Kakao, Schokoladen und andere "Kolonialwaren" von Projektpartnern in Afrika, Lateinamerika und Asien bezieht und zunächst ausschließlich in gemeinnützigen Eine-Welt-Läden verkaufte.

Inzwischen ist der "faire Handel" auch auf die Privatwirtschaft ausgedehnt worden. Firmen können sich bei der Fair-Trade-Stiftung um ein Gütesiegel bewerben, wenn sie nachweisen, dass ihren Rohstofflieferanten gerechte Preise gezahlt und dass in den Kleinbauer-Kooperativen oder auf den Plantagen in Übersee Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden. Die Menschen in den Entwicklungsländern wollen keine Almosen. Sie wollen durch gerechte Handelsbeziehungen eine faire Chance, selber für ihren Lebensunterhalt aufzukommen.

Aus diesem Grund unterstützt Thilo Hoppe die Schokoladen-Kampagne in Aurich. Für eine begrenzte Zeit hält das Cafe fairSTÄRKUNG in der Osterstraße 31 (Auricher Innenstadt) ein reichhaltiges Schokoladen- und Kakaoangebot für Sie bereit. Verschiedene Aktionen im Cafe (Ausstellung über den Kakaoanbau und die Schokoladenherstellung / Verknobelung / Musik aus Bolivien und Ghana) und an verschiedenen Auricher Schulen ("Wir rösten Kakaobohnen und stellen unsere eigene Schoko-Creme her") runden die Kampagne ab. Der Reingewinn, der bei der Aktion in Aurich erwirtschaftet wird, geht zu 100 Prozent an die Stiftung Arco Iris, die sich um Straßenkinder in La Paz (Bolivien) kümmert.

Auch zukünftig sollten Sie beim Kauf von Schokolade, Kakao, Kaffee, Tee und anderen "Kolonialwaren" auf das Fairtrade-Siegel achten und die damit gekennzeichneten Produkte zu bevorzugen – auch wenn sie ein bisschen teurer sind. Fairtrade-Produkte gibt es in Ostfriesland nicht nur um Cafe fairStärkung und in Eine-Welt-Läden, sondern zunehmend auch in Bioläden, Fachgeschäften und Supermärkten. Bewusst genießen und bereits beim Einkaufen ein bisschen die Welt fair-ändern ! Ein gutes Motto – über die Weihnachtszeit hinaus!

Zusätzliche Information

Edle Schokoladen
und mehr:
www.zotter.at

Hilfe für
Straßenkinder:
www.arco-iris.de