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Zum Welternährungsgipfel in Rom erklären Thilo Hoppe, Sprecher für Welternährung und Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik:
Bereits zum dritten Mal innerhalb von 17 Monaten findet ein Welternährungsgipfel statt. In dieser Zeit ist die Zahl der Hungernden nicht etwa gesunken, sondern von 860 Millionen auf über eine Milliarde Menschen angestiegen. Und das, obwohl die landwirtschaftliche Produktion pro Kopf höher ist als je zuvor. Gestiegene Energiepreise, die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise, die zunehmende landwirtschaftliche Zerstörung von Flächen und kleinbäuerlichen Betrieben durch Agrarkonzerne und die verheerenden Folgen des Klimawandels haben das Hungerproblem weiter verschärft.
Wir fordern die Bundesregierung und die internationale Staatengemeinschaft auf, endlich zu handeln und nicht nur zu reden. Bisher waren die Staats- und Regierungschefs vor allem gut darin, Initiativen und Partnerschaften mit bedeutend klingenden Namen zu gründen und Gipfel einzuberufen. Ein nennenswerter Erfolg für die betroffenen Menschen ist bisher nicht zu verzeichnen. Die Agrarpolitik- und der internationale Handel mit Agrarprodukten müssen weltweit neu ausgerichtet werden. Nötig sind:
Die große Herausforderung für die kommenden Jahre besteht darin, der Hungerkrise ein Ende zu setzen. Die Ernährung derwachsenden Weltbevölkerung muss gesichert werden, ohne Ökosysteme und natürliche Lebensgrundlagen weiter zu zerstören.