Thilo Hoppe , MdB

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2. Mai 2009

Zukunftsfähiges Ostfriesland: Entwicklungen und Strukturen bemängelt

Stiftung will Anstöße zur nachhaltigen Entwicklung geben

Hier sehen Sie eine erste Fotodokumentation - ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze.

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Hier finden Sie die Vorankündigung:

Am 29. April 2009 ab 19 Uhr wollen zahlreiche regionale Vertreter von Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Kirchen und Umweltverbänden im Ständesaal der Ostfriesischen Landschaft in Aurich die Zukunftsfähigkeit der Region Ostfriesland kommentieren und öffentlich diskutieren. Zu der Veranstaltung lädt die Stiftung Leben & Umwelt – Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen ein.

ZD-II_1_150Ausgangspunkt ist die kürzlich erschienene Studie "Zukunftsfähiges Deutschland II", die vom Wuppertal-Institut erstellt und vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) und dem Hilfswerk "Brot für die Welt" (BfdW) herausgegeben wurde.

Seit 1992, auf der Weltkonferenz zu Umwelt und Entwicklung in Rio, wird die Nachhaltigkeit – sprich Dauerhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit – politisch und gesellschaftlich, aber auch in Teilbereichen der Wirtschaft diskutiert. In Rio wurde eine Agenda für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und ökonomisch tragfähige Entwicklung des 21. Jahrhunderts von 178 Staaten verabschiedet.

ZD-II_1_150bVier Jahre später stießen der BUND und das katholische Misereor mit einer ersten Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" eine intensive Debatte über Nachhaltigkeit in unserem Land an. In vielen Kommunen – auch in Ostfriesland – bildeten sich Agenda-21-Gruppen. Manche gibt es immer noch, aber viele lösten sich bald wieder auf. Auch wenn es einzelne Fortschritte gab, global gesehen wurde leider keine Wende eingeleitet.

Die Umweltprobleme haben sich verschärft. Energiekrise und Klimawandel werden immer bedrohlicher. Schon jetzt sind Länder wie Bangladesch massiv vom Klimawandel bedroht. Mittel- bis langfristig betrifft dies auch unsere Küste. Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise erhöht auch in unserer Region die Arbeitslosigkeit und bringt dadurch Wirtschaft und Menschen aus dem Gleichgewicht. Die Wirtschaftskrise hat schon jetzt weltweit weitere 50 Millionen Menschen in extreme Armut fallen lassen. Die Zahl der Hungernden hat erstmals in der Menschheitsgeschichte die Zahl von einer Milliarde überschritten.

Die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland II" zieht kritisch Bilanz, was die Nachhaltigkeitsanstrengungen der letzten zwölf Jahre gebracht haben. Sie wirft einen umfassenden Blick auf die Gegenwart, liefert verschiedene Zukunftsszenarien und gibt vor allem sehr viele Denk- und Tu-Anstöße.

Danuta Sacher von BfdW und Reinhart Günzel vom BUND stellen die Ergebnisse der nationalen Studie am 29. April im Ständesaal vor. Der Auricher Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe (Grüne) wird danach seine Schlussfolgerungen aus der Studie für die Region Ostfriesland vorstellen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird es Kurzkommentare von eingeladenen Gästen geben und danach die Diskussion mit dem Publikum eröffnet.

Termin und Ort
Mittwoch, 29. April 2009, 19.00-22.00 Uhr
Ständesaal der Ostfriesischen Landschaft, Georgswall 1-5, 26603 Aurich

Moderation
Ulf Preuß, Pressesprecher der Evangelisch-reformierten Kirche, Leer

Musikalischer Rahmen
Gerd Brandt, Musiker der Gruppe Laway (ARTyCHOKE), Keerlke-Preisträger 2005

Ablauf
19.00 Uhr: Musik Gerd Brandt

19.04 Uhr: Begrüßung

  • Silke Inselmann, Projektkoordinatorin der Stiftung Leben und Umwelt –
    Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen
  • Ulf Preuß (Moderator der Veranstaltung), Pressesprecher der Evangelisch‑reformierten Kirche, Leer

19.10 Uhr: Vorstellung der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland II"

  • Danuta Sacher, Leiterin der Abteilung Politik und Kampagnen
    bei "Brot für die Welt", Stuttgart
  • Reinhart Günzel, Mitglied im Landesvorstand des BUND Niedersachsen, Hannover

19.40 Uhr: Zukunftsfähiges Ostfriesland ?! Schlussfolgerungen aus der Studie des Wuppertal-Instituts für die nachhaltige Regionalentwicklung / Thesen und offene Fragen

  • Thilo Hoppe, MdB (Bündnis 90/ Die Grünen), Aurich

20.00 Uhr: Musik Gerd Brandt

20.05 Uhr: Kurzkommentare von Vertreter(innen) der Politik, der Kommunen, der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der Kirchen, der Naturschutzverbände und sonstiger gesellschaftlich relevanter Gruppen (vorgetragen am Rednerpult)

feste Zusagen bislang:

  • Johann Saathoff, Bürgermeister der Gemeinde Krummhörn
  • Dr. Detlef Klahr, Landessuperintendent der Evangelisch-lutherischen Kirche im Sprengel Ostfriesland (gfs. vertreten durch Superintendent Aurich oder Norden)
  • Jürgen Harms, Bezirksgeschäftsführer von Ver.di
  • Harald Diemel, Geschäftsführer der Diakonie Aurich (AK Wohlfahrtsverbände)
  • Justus Ackermann, Vizepräsident des Landwirtschaftlichen Hauptvereins Ostfriesland e.V. (Ostfriesisches Landvolk)
  • Alwin Theessen, Vorsitzender Ostfriesland schmeckt nach Meer e.V.
  • Johann Smid, Entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Nordwest-Deutschland, Krummhörn (Experte für Landwirtschaft/ Welthunger)
  • Dirk Sander, Präsident des Landesfischereiverbandes Weser-Ems
  • Eko Ahlers, Fachbereichsleiter VHS Leer
  • Antje Gronewold, Vorsitzende Zukunftsfähiges Ostfriesland e.V.
  • Rolf Runge, Vorsitzender BUND Regionalverband Ostfriesland, Mitglied im BUND Landesvorstand
  • Susanne Gersema, Vorsitzende der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland e.V.

21.10 Uhr: Musik Gerd Brandt

21.15 Uhr: Rückfragen und öffentliche Diskussion

22.00 Uhr: Musik Gerd Brandt (zum Ausklang)

Dokumente und Links:
- Einblicke in die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland II" (40 Seiten, pdf, 732 KB)
- Warum Zukunftsfähiges Deutschland? (Argumente, 7 Seiten, pdf, 213 KB)
- Veranstaltungshinweis der Stiftung
- Das Projekt "Zukunftsfähiges Deutschland"

Zusätzliche Information