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25. September 2008

Hoppe protestiert gegen Rücksichtslosigkeit von E.ON

Wattenmeer durch Kabelverlegung unverhältnismäßig geschädigt

Angesichts der seit Wochen andauernden Kabelverlegunsarbeiten und damit verbundener Schäden im ostfriesischen Wattenmeer protestiert Thilo Hoppe, grüner MdB und Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, gegen das unsensible Verhalten von E.ON. Die für die Anbindung des vor Borkum geplanten Offshore Windparks "Alpha Ventus" notwendige Verlegung eines Erdkabels hatte in den letzten Tagen vielerorts, so auch bei ihm, für Empörung gesorgt, denn das Watt sei in weiten Bereichen völlig zerfurcht worden.

"Es steht außer Frage, dass wir die Windkraft wollen und brauchen, aber bei den dafür auszuführenden Arbeiten ist ein Höchstmaß an Zurückhaltung geboten, um das hochsensible Biotop Wattenmeer nicht auf Dauer zu zerstören", so Hoppe.

Die Verlegung der für die Offshore Windparks notwendigen Stromkabel sei ohne Alternative, allerdings sollte – im Hinblick auf die Verlegung weiterer Kabel zukünftiger Windparks – darauf geachtet werden, die Leitungen zu bündeln, um so die Beeinträchtigungen für die Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer möglichst gering zu halten.

Gemeinsam mit der grünen Landtagsfraktion fordert Hoppe deshalb ein sinnvolles Gesamtkonzept sowie ein ökologisches Monitoring bzgl. der mittelfristigen Auswirkungen der Kabelverlegung.

Erschwerend kommt für den Parlamentarier noch hinzu, dass E.ON die für die Baggerarbeiten festgesetzte Frist bereits um etliche Tage überschritten hat. "E.ON muss sich in Zukunft strikt an die zeitlichen Vorgaben halten", fordert Hoppe.