

In einem Schreiben fordert der Auricher Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe (Bündnis 90/ Die Grünen) Minister Jung auf, ihn über den aktuellen Stand der Abholzungspläne im Forst Upjever zu informieren und ihm die Position des Verteidigungsministeriums mitzuteilen.
Im Upjever Forst, dem zweitältesten Kulturwald in Deutschland, soll auf Nato-Weisung hin eine Rodung von 60ha Wald- und Buschwerk stattfinden zwecks Verbreiterung der Einflugschneise des dort befindlichen Fliegerhorstes der Bundeswehr. Davon sind 20-30ha Wald seit Januar 2008 als FFH-(Flora Fauna Habitat)Gebiet eingestuft. Trotzdem besteht die Wehrbereichsverwaltung auf die Einhaltung der neuen Bestimmungen und somit auf die Rodung, obwohl der Fliegerhorst nur noch 14 Tage im Jahr zu Übungszwecken und den Rest des Jahres nur zur Instandhaltung genutzt wird.
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(Foto: Ausschussvorsitzender Hoppe im Gespräch mit Verteidigungsminister Jung während einer Sitzung des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
Ende August hatte sich Hoppe auf Einladung des Grünen-Kreisverbands im Forst Upjever bei Revierförster Carsten Streufert über die von der Bundeswehrverwaltung geforderte großflächige Abholzung informiert. Ende September will sich die Europa-Abgeordnete Rebecca Harms über die Situation im Forst Upjever informieren. Sie hat den EU-Umweltkommissar Stavros Dimas über die Abholzungspläne im FFH-Gebiet informiert und hofft auf eine Antwort und Stellungnahme bis zu ihrem Besuch in Friesland.
Wie viele andere Politiker, Räte und BürgerInnen fordert auch der Auricher Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe, dass der Wald erhalten bleibt. Falls nötig, wird er die Sache nach der Sommerpause mit einer parlamentarischen Anfrage im Bundestag thematisieren.