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Der verteidigungspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Winfried Nachtwei aus Münster, ist am Donnerstag (22. November) zu Gast in Emden. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Grüner Salon“ des Auricher Bundestagsabgeordneten Thilo Hoppe diskutiert Nachtwei ab 19.30 Uhr im Kulturbunker Barenburg (Geibelstr. 30a) mit Menschen aus der Region über das Thema Rüstungsproduktion in Emden. Die Veranstaltung steht unter der Fragestellung „Was ist okay? Was tut weh?“
Mit von der Partie sind auch der Emder Ratsherr und Landtagskandidat Dieter Stolz sowie die Musiker Michael Junker und Frank Schulz.
Thilo Hoppe erklärte im Vorfeld in einer Pressemitteilung, dass eine Partei wie die Grünen, die die Existenz der Bundesmarine nicht mehr grundsätzlich in Frage stelle, auch nicht generell den Bau von Marine-Schiffen auf Emder Werften verurteilen könne. Doch kritische Fragen müssten gestellt werden, wenn es zum Beispiel um den Bau von U-Booten gehe, die in Spannungsgebiete exportiert werden sollen. Hoch brisant sei aktuell der geplante Bau von Kriegsschiffen für Pakistan, das über Atomwaffen verfüge und von General Musharaf im Ausnahmezustand per Notstandsverordnungen beherrscht werde.
Im „Grünen Salon“ soll die Emder Rüstungsproduktion auch im Spannungsfeld von Arbeitsplatzsicherung und Friedensverantwortung diskutiert werden. Mitveranstalter ist der Kreisverband Emden von Bündnis 90/Die Grünen.