

Aurich/Nesse. Mehr Transparenz bezüglich der in der Gemeinde Dornum geplanten Gasseparationsanlage fordert der Auricher Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Kreisverbandes Bündnis 90/ Die Grünen Thilo Hoppe. Eine Industrieanlage, die möglicherweise pro Jahr 250 000 Tonnen Kohlendioxid in die Luft puste, passe weder in eine Urlaubsregion noch in ein Vogelschutzgebiet, erklärt Hoppe jetzt in einer Pressemitteilung. Er habe große Zweifel, ob die Argumente der Antragsteller und der Gewerkschaften stichhaltig seien, von dem Bau der geplanten Gasseparationsanlage hinge die Sicherung von 400 Arbeitsplätzen in Wilhelmshaven ab.
Es müssten sowohl alternative Standorte gesucht als auch intensiv geprüft werden, ob das in einer solchen Anlage abgesonderte Kohlendioxid verwertet oder in Kavernen gelagert werden könnte statt in die Atmosphäre geblasen zu werden. Pro, Contra und Alternativen sollten in öffentlichen Veranstalten in einer Art und Weise diskutiert werden, dass die Bevölkerung in der Region ernst genommen, ausführlich informiert und in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen werde.
Am 18. Juli wird sich der Vorstand des Kreisverbandes Aurich-Norden von Bündnis 90/Die Grünen in einer Sondersitzung vor Ort intensiv mit dem umstrittenen Industrieprojekt befassen und eine Stellungnahme erarbeiten.