Thilo Hoppe , MdB

Springe direkt zu: ContentbereichHauptnavigationSuche


Logo der BundestagsfraktionHeadbanner_hoppe-uns-gehts_NEU

ServiceNavigation


Suche


Hauptnavigation


Sie sind hier:

 
  1. Startseite
  2. Regionales 
  3.  Standard

18. Mai 2006

Der Palmölraffinerie keine Träne nachweinen

Emden solle sich weiterhin als Modellstadt für die Anwendung erneuerbarer Energien profilieren. Das von einer niederländischen Investorengruppe geplante und jetzt geplatzte Projekt einer Palmölraffinerie hätte dazu aber nicht gepasst. Dies erklärte Thilo Hoppe, Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Aurich-Emden, jetzt in einer Pressemitteilung. Man sollte deshalb diesem Vorhaben "keine Träne nachweinen" sondern das Scheitern als Chance begreifen und bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe in erster Linie auf heimische Produkte zurückgreifen.

Aber auch dem Import von Energiepflanzen aus Übersee will Hoppe, der auch Vorsitzender des Entwicklungsausschusses des deutschen Bundestages ist, keine grundsätzliche Absage erteilen. Es müsse aber absolut sicher gestellt sein, dass für den Anbau dieser Energiepflanzen weder Regenwald zerstört noch Kleinbauern und Indigene vertrieben würden.

Bei dem geplanten und jetzt stornierten Vorhaben in Emden sei es um die Gewinnung von Biodiesel aus indonesischem Palmöl gegangen, das als Treibstoff sowie zur Stromgewinnung eingesetzt werden sollte. Die Ausweitung des Ölpalmenanbaus in Indonesien konkurriere dort aber nachweisbar mit dem Anbau von Grundnahrungsmitteln für die heimische Bevölkerung sowie mit dem Schutz der Regenwälder. Seriöse Zertifizierungsverfahren seien bei den derzeitigen indonesischen Regierungsstrukturen nicht durchführbar, erklärte Hoppe, so dass aus entwicklungs- und umweltpolitischen Gründen von einer Ausweitung des Ölpalmenanbaus in Indonesiens und der Nutzung von indonesischem Palmöl zur Biodieselproduktion und Stromgewinnung in Europa dringend abzuraten sei.

Mit einem solchen Projekt hätte sich die Stadt Emden ein Imageproblem eingehandelt und Protestaktionen nationaler und internationaler Entwicklungs- und Umweltverbände provoziert.

Hoppe ist der Meinung, dass es für Emden genügend Möglichkeiten gebe, das bisher vorbildliche Engagement im Bereich Windenergie auszubauen und dazu noch stärker auf Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden sowie auf die Nutzung ökologisch und sozial unbedenklicher nachwachsende Rohstoffe zu setzen. Investitionen in diesen Bereichen seien Investitionen in die Zukunft – ohne Gewissensbisse.

Zusätzliche Information