Thilo Hoppe , MdB

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3. Februar 2006

Hoppe fordert mehr Schutz vor Schiffshavarien

Schiffsunglück im Ärmelkanal verdeutlicht Gefahrenpotenzial

Im Ärmelkanal ist in der Nacht zum Mittwoch ein Chemietanker mit 10.000 Tonnen Phosphorsäure an Bord nach dem Zusammenstoß mit einem Schüttgutfrachter untergegangen und verliert Öl. Sollten die etwa 80 Tonnen Treibstoff an Bord ins Meer gelangen, befürchten Umweltschützer schwerwiegende Folgeschäden für die Umwelt und die Fischereiwirtschaft.

Aus diesem aktuellen Anlass erneuert der Auricher Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe seine Forderung nach einem besseren Sicherheitsmanagement in der Nordsee. Vor wenigen Wochen hatte Hoppe gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Rainder Steenblock, der in der grünen Bundestagsfraktion für den Bereich Seesicherheit zuständig ist, ein Gespräch mit der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) und der Lotsenbrüderschaft Emden geführt. Auch beim Thema Lotsversetzwesen haben Hoppe und Steenblock gefordert, das neue Versetzkonzept vor allem unter Sicherheitsaspekten zu entwickeln. Die Lotsenbrüderschaft Emden hatte bemängelt, dass das von der Bundesregierung anvisierte Konzept die Schiffssicherheit im Küstenbereich mindere.

Thilo Hoppe und Rainder Steenblock
Rainder Steenblock und Thilo Hoppe bei einem
Gespräch in Berlin vor einer Fraktionssitzung

Mit dem aktuellen Schiffsunglück bekommt auch die seit langem bestehende Forderung der grünen Bundestagsfraktion nach einem leistungsfähigen Notschlepper für die Nordseeküste wieder mehr an Gewicht. Die Anschaffung eines minder leistungsfähigen Notschleppers als Nachfolger der OCEANIK würde bedeuten, dass das Abdriften größerer Tanker bei Motorausfall nicht verhindert werden könnte. Um dies zu gewährleisten wäre eine Mehrinvestition von etwa 25 Mio. Euro notwendig. Angesichts der drohenden Folgeschäden für die Natur aber auch der Fischereiwirtschaft an der Nordseeküste eine lohnende und notwendige Investition in die Seesicherheit, so Hoppe in einer Pressemitteilung. In dem Mehrpreis wäre auch ein Gas- und Explosionsschutz enthalten, so dass auch Gefahrgutschiffe in einen sicheren Hafen geschleppt werden könnten.

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